Hugubert ist ein traditionelles belgisches Dubbel, bei dem besonders die Aromen des Brausirups und natürlich die Trappistenhefe mit leichten Pfeffernoten im Vordergrund stehen. Toffee, Brot und eine Portion Wiesenbittere machen dieses Bier mit einem süßen Nachklang perfekt für den Herbst und Erntedank. Hugubert wurde mit der Idee entwickelt, den typischen Durchschnitt eines Dubbels zu treffen. Unaufgeregt belgisch — und darum lecker.
- Maris Otter, Münchener Typ I, Abbey, Crystal Medium, Weizen
- Northern Brewer, Hallertauer Tradition
- WLP510 Bastogne Belgian Ale
Sieben Komma Fünf Vol-Prozent
27 IBU, 25 EBC, 100% Handgemacht
Hugubert
Belgian Dubbel
Sudangaben
- für 20 l Ausschlagwürze
- für 60 % Sudhausausbeute
| Stw.: 16,1 °P | Bittere: 27 IBU | Farbe: 25 EBC | Alc.: 7,5 % | RE: 2,4 °P |
| EVG: 84 % | BU/GU: 0,38 | SO₄/Cl: 1,5 | BJCP: 26B | Vers.: 3.0 |
Brauwasser
- 18,2 l Hauptguss
- 10,0 l Nachguss
- 1:3,5 Gussführung
Wasserprofil: Hoegaarden (Flandern, Brabant)
- Ca 90, Mg 11, Na 16, SO₄ 82, Cl 53
- RA = ‑1,1 dH | pH 5,5
Schüttung
- Maris Otter 3,01 g (58,0 %)
- Münchener Typ 0,69 kg (18,5 %)
- Abbey Malt 0,18 kg (3,5 %)
- Crystal Medium 0,39 kg (7,5 %)
- Weizen 0,65 kg (12,5 %)
Maischplan
- Aufheizen / Kesselmaische
- Einmaischen 48 °C für 0 min
- Weizenrast 45 °C für 15 min
- Maltoserast 64 °C für 50 min
- Verzuckerung 72 °C für 10 min
- Abmaischen 76 °C für 0 min
Anmerkungen zum Brautag
* Das Rezept für selbst gemachten belgischen Kandissirup gibt es hier. Dafür 1 Stunde am Vortag einplanen.
* Korianderfrucht vor Verwendung in Pfanne rösten, bis die Samen duften, dann sanft andrücken (plattieren). Vorsicht: Beim Rösten dabeibleiben, nicht verbrennen lassen. Wenn die Samen anfangen zu duften, knistern sie. Ab diesem Zeitpunkt besteht Verbrennungsgefahr. Wenn verbrannt, entsorgen und neu beginnen, auf keinen Fall verwenden.
Heißtrub langsam und dafür effizient abtrennen.
Erläuterung Tabellenwerte:
- BU:GU = Bittere-Schüttung-Faktor: 0,38 = malzbetont
- SO₄/Cl = Sulfat-Chlorid-Verhältnis: 1,5 = ausgewogen
Erläuterungen Etikett
Mann im Pub, McSorley’s Old Ale House, New York by Kyle Wagner/Unsplash. Montage: ©Stubby Hobbs, 2020.
Würzekochen
Würzekochzeit: 90 min
Nachisomerisierung: 5 min
- Northern Brewer: 50,0 %, 80 min
- Hallertauer Tradition: 50,0 %, 20 min
Weitere Zutaten:
- Beligischer Kandissirup Amber, 20,0 g/l, 10 min*
- Korianderfrucht 0,30 g/l, 10 min*
- Nelken, ganz 0,05 g/l, 10 min
- Kümmel, ganz 0,05 g/l, 10 min
- Irish Moos: 0,1 g/l, 10 min
- Nutrient Hefenahrung: 0,1 g/l, 10 min
Gärung
- Hefe: WLP510 Bastogne Belgian Ale (Orval), 0 Tage
- Gärtemperatur: 18–25 °C **
- Endvergärungsgrad: 84 %
Nachgärung und Reifung:
- Karbonisierung: 5,6 g/l CO₂***
- Reifung: 12 Wochen***
Anmerkungen zu Gärung
** Bei 18 °C anstellen, auf 20 °C hochführen und komplette Hauptgärung bei dieser Temperatur, Schluss mit 23 °C.
Anmerkungen zur Nachgärung
** Spunden oder karbonisieren mit Zucker bei Temperatur Hauptgärung für 9–10 Tage.
Anmerkungen zur Reifung
*** Umdrücken auf zweites Fass im Gaspendelverfahren. Lange Reifezeit für runden Geschmack ist obligatorisch.
Anmerkungen zur Verkostung
Trinktemperatur 6–9 °C.
Foodparing
Würzige Braten, Schmorgerichte, gegrilltes Geflügel, Käse mit Nussaromen, Schokoladendesserts
Rezepthistorie
Version 1.0 wurde mit der French Saison vergoren. Mit seinen säuerlichen Noten war dies eindeutig wurde dies als Testsud gewertet, dessen Ansatz Dubbel und Saison zu mischen, verworfen wurde. Von allen Trappistenhefen hat die Bastogne hingegen die meisten säuerlichen Noten und trockenem Abgang. Mit Version 2.0 ist es ein Bier geworden, das man memoriert und abspeichert.

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