Belgische Gärung

Die Gärführung der Trappistenmönche. Eine Anleitung.
divider

Basierend auf Daten aus dem Buch „Brew Like a Monk“ erhöhen 68 % der belgischen und 100 % der Trappistenbrauereien die Temperatur im Laufe der Gärung.

Für dieses Experiment wurde die Gärung daher ebenfalls im Laufe der Zeit innerhalb des von belgischen Brauereien verwendeten Bereichs erhöht. Die Gärbehälter wurden 48 Stunden lang bei 68 °F (20 °C) gehalten und dann alle 12 Stunden um 1 °F (ca. 0,5 °C) erhöht, bis 80 °F (26 °C) erreicht waren. Dann wurde die Temperatur 24 Stunden lang gehalten und dann alle 12 Stunden um 1 °F (ca. 0,5 °C) gesenkt, bis die Temperatur wieder 70 °F (21 °C) erreichte. Die Temperatur wurde weitere 48 Stunden lang bei 70 °F (21 °C) gehalten, dann ließ man sie auf natürliche Weise auf 66 °F (19 °C) fallen.

Die Gärtanks wurden nach 24 Tagen im Primärgärtank auf 36 °F (2 °C) abgekühlt. Die Biere blieben 14 Tage lang bei 36 °F, um kalt zu reifen und ihre Klarheit zu verbessern.

Die Biere wurden in einem geschlossenen System unter Verwendung von CO2 aus dem Gärbehälter in ein Corny-Fass gepumpt. Die Zwangskarbonisierung wurde so lange angewendet, bis die Biere bei 20 PIS (1,4 bar) bei 36 °F oder etwa 3,5 Volumen CO2 ihr Gleichgewicht erreicht hatten.

Christopher Owen, Lagers Homebrew Club, Louisville, KY

Favoriten sind der Achouffe-Stamm — WLP550 Belgian Ale (Wyeast 3522 Belgian Ardennes) — und der Rochefort-Stamm — WLP540 Abbey IV Ale (Wyeast 1762 Belgian Abbey II) — jeweils in der Wallonie. Die Krausen steigen besonders beim Westmalle-Stamm – WLP530 Abbey Ale (Wyeast 3787 Trappist High Gravity) — aus der Provinz Antwerpen in Flandern dreifach stark.

Editor’s Note: Teil 1 führt in eine vielschichtige Versuchung ein. Teil 2 beschäftigt sich mit edem Unterschied von englischen und belgischen Geschmäckern. Teil 3 ist dem gewidmet, woran sich die Geister scheiden.